3.- 6. April 2013 – Europäische Frauenkonferenz Frankreich

Hope for Europe Team

Hope for Europe Team

Die Vaterunser-Bitte „Dein Reich komme…“ war das Motto der Frauenkonferenz vom 3. bis 6. April in Straßburg (Frankreich), am Sitz des Europäischen Parlaments, zu dem sich 220 Frauen aus ganz Europa einladen ließen. Gastgeberin dieser zum zehnten Mal stattfindenden Konferenz des „Hope for Europe“-Netzwerkes „Frauen in Leitungsverantwortung“ war „Femmes 2000“ (Frauen 2000).
„Femmes 2000“ ist das französische Schwester-Netzwerk von „Filia – christliches Forum für Frauen in Deutschland.“ Beide entstanden im Jahr 2000 über die 1994 gegründete Initiative „Hope for Europe.“ Persönlichkeiten der Europäischen Evangelischen Allianz und der Lausanner Bewegung hatten „Hope for Europe“ als Dach für Beziehungen unter den Christen Europas angeregt, um Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen des geistlichen Lebens in Europa anzuregen und zu vertiefen. Initiatorin des Frauennetzwerkes war Elisabeth Mittelstädt, Gründerin und Schriftleiterin der Zeitschrift „Lydia“. Heute wird es koordiniert von sechs Frauen, aus Deutschland, Frankreich, Holland, Ungarn und Serbien.

4-Konferenzsaal

1500 Frauen besuchen die Konferenz

„Die ersten Christen benutzten die Struktur des Römischen Reiches, um den Völkern des damaligen europäischen Kontinents das Evangelium zu bringen. ‚Frauen in Leitungsverantwortung’ sind hier in vielfältiger Weise in unseren europäischen Ländern unterwegs,“ so Romkje Fountain (Holland) als Leiterin des Komitees, das dieses europäische Frauennetzwerk koordiniert, am Eröffnungsabend der Konferenz in der Straßburger Baptistengemeinde. Evangelikale Theologinnen wie Linda Oyer aus Frankreich und Lidia Gunjevic aus Kroatien hielten Bibelarbeiten zu der Vaterunser-Bitte „Dein Reich komme“ und den von Jesus verwendeten Gleichnissen über das Reich Gottes. 14 Workshops dienten der geistlichen Stärkung der Teilnehmerinnen oder berichteten über bestehende Initiativen wie für Opfer familiärer Gewalt oder für Menschen an den Rändern der Gesellschaft wie Roma und Sinti u.a.
Bis aus der Türkei und Israel waren Frauen angereist. Eine Jüdin aus Jerusalem und eine Palästinenserin aus Bethlehem berichteten, wie sie persönlich erlebt hatten, dass es keine Ausgrenzung im Reich Gottes gibt. Weitere Frauen aus verschiedenen Ländern schilderten Beispiele über ihr Engagement im Gebet, das beispielsweise im Laufe der Jahre in einer Kleinstadt Veränderungen bewirkt hat, über ihren Einsatz für Frauen im Gefängnis, über Möglichkeiten, Menschen mit Behinderungen in Gemeinden zu integrieren u.v.a.m.
Ein Bericht von Patricia Green (Berlin, Alabaster Jar) über das Ausmaß des Menschenhandels in Europa und die Möglichkeiten, Frauen, insbesondere aus Osteuropa, die unter falschen Versprechungen zur Prostitution gezwungen wurden, beim Aussteigen zu unterstützen, bewegte die Teilnehmerinnen sowohl während der Konferenz als auch am abschließenden Frauentag. Sie unterzeichneten deshalb eine Eingabe an die Europäische Kommission, die inzwischen dabei ist, eine Plattform einzurichten, um wirksam gegen Menschenhandel vorgehen zu können.
„Das Reich Gottes breitet sich stark unter uns Frauen aus!“ begrüßte eine der beiden Tagesmoderatorinnen die mehr als 1500 Teilnehmerinnen am Samstag, 6. April in der „Porte Ouverte-Gemeinde“ (Mulhouse). Eine der Referentinnen bei dieser bisher größten evangelikalen Frauenveranstaltung in Frankreich war Elena Schulte, Evangelistin des deutschen Missionswerks „Neues Leben.“ Ein Mix aus Bibelarbeiten, Musik, Theater, Interviews und Erfahrungsberichten, wie der einer ehemaligen Muslima aus Marseille, kennzeichnete den Frauentag, zu dem Frauen bis aus Paris angereist waren.
„Filia“ hat die nächste Konferenz des „Hope for Europe“-Frauennetzwerkes für den Herbst 2015 nach Deutschland eingeladen, als nächstes Projekt.
Hannelore Illgen, Vorstandsmitglied von Filia, war als Mitglied des Teams „Women in Leadership“ des Hope for Europe-Netzwerkes an der zweijährigen Vorbereitung sowohl der Konferenz in Strasbourg als auch des Frauentages in Mulhouse/Frankreich beteiligt.